Polina Bogdanova wurde in Sankt Petersburg, Russland, geboren. Sie schloss ihr Studium am Sankt Petersburger Konservatorium 2009 mit Auszeichnung ab und erwarb anschließend einen Master of Music mit Auszeichnung am Royal Northern College of Music in Manchester, wo sie bei Norma Fisher studierte. 2011 wurde sie in die Queen Elisabeth Music Chapel in Belgien aufgenommen und arbeitete dort in der Klavierabteilung unter der Leitung von Abdel Rahman El Bacha. Als Artist in Residence studierte sie außerdem bei Dmitry Bashkirov und arbeitete später mit Kirill Gerstein in Stuttgart. Zu ihren Erfolgen als Solopianistin zählen Preise bei internationalen Wettbewerben in Italien, Andorra und Großbritannien.
Nach ihrem Umzug nach Belgien spezialisierte sich Polina zunehmend auf Liedbegleitung, Oper und Vokalrepertoire. Sie arbeitete als Pianistin und Coach in den Klassen von José van Dam, Gary Hoffman und Augustin Dumay und bereitete Sängerinnen und Sänger der Queen Elisabeth Music Chapel auf den Internationalen Königin-Elisabeth-Wettbewerb vor. 2014 wurde sie Mitglied der International Opera Academy in Gent und absolvierte ein Praktikum an der Oper La Monnaie in Brüssel, mit der sie auch in den folgenden Spielzeiten zusammenarbeitete.
Von 2017 bis 2022 war Polina als Hauspianistin am Theater Bremen tätig. In dieser Zeit wirkte sie an Produktionen wie Lady Macbeth of Mtsensk, The Rake’s Progress, Lulu, Der Rosenkavalier, Falstaff und The Cunning Little Vixen mit. Darüber hinaus trat sie regelmäßig mit den Bremer Philharmonikern auf und gestaltete Liederabende mit Solistinnen und Solisten des Theaters.
Seit 2022 ist Polina als Hauskorrepetitorin am Palau de Les Arts in Valencia tätig. Dort war sie Hauptkorrepetitorin bei Produktionen wie Wozzeck, Jenůfa, Tristan und Isolde, Pique Dame, Rusalka, Dialogues des Carmélites, L’Heure espagnole und Salome. Sie arbeitete mit den Dirigenten James Gaffigan, Gustavo Gimeno, Cornelius Meister, Riccardo Minasi, Michele Spotti und Sir Mark Elder sowie mit den Regisseuren Àlex Ollé, Simon McBurney, Robert Carsen, Christof Loy und dem Regie-Duo Moshe Leiser & Patrice Caurier zusammen.